Aktuelles Niederschlagsradar Deutschland
Guido Richter
Themenstarter
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Ort: Seelitz OT Zschaagwitz
Höhe: 270 m ü.NN

Anlässlich der Probleme am Atomkraftwerk Fukushima in Japan haben wir eine Sonderproduktion von GFS-Wetterkarten angestoßen. Insbesondere die Windrichtung gewinnt ja nun zunehmend an Bedeutung und kann z.B. mit dem Animationstool gut abgeschätzt werden.

Nach derzeitigen Prognosen ist davon auszugehen, dass eine strahlenbelastete Wolke zunächst längere Zeit auf dem offenen Pazifik zubringt, bevor Teile dieser Alaska bzw. die Westküste Amerikas erreichen könnten. Von Bedeutung sind dabei allerdings Niederschläge, durch welche die Strahlung vorzeitig ins Meer geraten könnte. Wir erwarten, dass in Folge erhöhte Strahlenbelastungen bei v.A. Meerestieren festgestellt werden. Wie stark das alles ausfällt, hängt davon ab, wie kritisch die Freisetzung von radioaktiven Stoffen derzeit stattfindet. Zudem ist von hohem Interesse, ob eine Freisetzung weiter stattfindet, denn bei den aktuellen Prognosen wird vom Explosionszeitpunkt/Eröffnungszeitpunkt ausgegangen. Sollte weiter radioaktives Material ausströmen, so könnten sich mit später ändernden Windrichtungen neue, eventuell auch für Menschen direkt gefährliche Konstellationen ergeben.

http://www.wetterpool.de/prognosekarten.php
12.03.2011, 18:46 Uhr
Daniel P.


Ort: Remscheid Lennep
Höhe: 350 m ü.NN

Hallo Guido,
danke für die Karten,schaut ja von der Windrichtung derzeit noch bis zumindest Montag gut aus für die großen metropolen im Süden,doch dann könnte der Wind auf West bis WestNordWest drehen und damit wären dann auch die großen metropolen Chinas gefährdet.
Ich gehe allerdings hier bei uns nicht von einer Gefahr aus,auch wenn Berichtet wird das sich die Wolke weit über die grenzen japans hinaus verteilen wird.
Oder siehst du es anders?
Wollen wir mal abwarten ob in den nächsten läufen diese Winddrehung immernoch drin ist auf eine leicht Nordwestliche komponente am Dienstag.

mfg
Daniel
12.03.2011, 19:03 Uhr
Guido Richter
Themenstarter
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Ort: Seelitz OT Zschaagwitz
Höhe: 270 m ü.NN

Für Deutschland wird höchstens eine erhöhte Radioaktivität im Rahmen der Grenzwerte feststellbar sein, wenn Partikel in einem stark verdünnten Gemisch unsere Regionen erreichen.
12.03.2011, 19:20 Uhr
Daniel P.


Ort: Remscheid Lennep
Höhe: 350 m ü.NN

Meinst du das die Teilchen in einem stark verdünnten gemisch unsere Regíon erreichen?
Ich glaube eher nicht daran,denn Japan ist 9000km von Deutschland entfernt.
Vor 20 jahren oder wann war das mit dem Unfall in Russland wo die Radioaktivität ausgetreten ist,gabs hier auch keine Radioaktive belastung wie ich mitbekommen habe in den Nachrichten eben.
12.03.2011, 20:40 Uhr
Guido Richter
Themenstarter
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Ort: Seelitz OT Zschaagwitz
Höhe: 270 m ü.NN

Du meinst aber hoffentlich nicht Tchernobyl? Wenn das im TV gesagt wurde, ist es schlichtweg falsch. Noch heute dürfen in mehreren Regionen Ost- und Südostdeutschlands keine Pilze und Wildtiere kommerziell verarbeitet werden, da die Belastung zu hoch ist.

Zitat dazu:
[...]So sind beispielsweise auch heute noch in einigen Regionen Deutschlands, insbesondere im Süden, Pilze, Waldbeeren und Wildtiere hoch belastet. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist die Kontamination dort rund zehnmal höher als im Norden Deutschlands. Im Muskelfleisch von Wildschweinen wurden in Deutschland Cäsium-137-Werte von bis zu 40.000 Bq/kg gemessen. Der Durchschnittswert betrug 6.800 Bq/kg und damit mehr als das Zehnfache des EU-Grenzwertes von 600 Bq/kg.[...]

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl#Kontaminierte_Gebiete
12.03.2011, 21:01 Uhr
Daniel P.


Ort: Remscheid Lennep
Höhe: 350 m ü.NN

Ja genau,ich meinte Tchernobyl,mir fiel der Name nicht ein.lächeln, Freude
Das die konzentration dort immernoch so hoch ist wusste ich nicht,auch das man dort keine Pilze essen darf aus dem Wald die man selbst geerntet hat.
12.03.2011, 21:16 Uhr
klaus112


Ort: Bühlertal
Höhe: 326 m ü.NN

Hallo Guido,

kurze Berichtigung im Themenstart. Du meintest sicher den Pazifik und nicht den Atlantik.

Kannst du das noch ändern?

Gruß

Klaus
12.03.2011, 21:19 Uhr
Guido Richter
Themenstarter
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Ort: Seelitz OT Zschaagwitz
Höhe: 270 m ü.NN

Danke Klaus ok, zwinkern
12.03.2011, 21:28 Uhr
weilheimvp


Ort: Weilheim i. OB.
Höhe: 571 m ü.NN

Hallo,

es ist ja nicht nur der eine Reaktor, sondern es betrifft ja mittlerweile auch die anderen des Werks!
Da ist lange noch nicht alles gesagt (Stillschweigen ist dort angesagt)!

Hier wird jetzt alles runtergespielt von den dortigen Behörden!

Wenn man die Explosion im TV gesehen hat (kommt ja fast minütlich) dann behaupte ich ist der Supergau 1 schon lange voll im gange!

Nicht Umsonst werden die Leute dort mehr und mehr weiter ins Landesinnere gebracht!

Die anderen Reaktoren werden folgen! Das Werk dort ist völlig außer Kontrolle und auch nicht mehr unter Kontrolle zu bringen!

Diese Lage ist weitaus dramatischer, als die damals in Tchernopyl!!

Nun geht es auch unseren Leuten (Regierung) naß in die Hose! Jetzt wird schon wieder verhandelt, wies mit unseren alten Kraftwerken weitergeht! Währe das in Japan nicht passiert, würde keine alte Sau darüber wieder verhandeln!

Gruß
Alex
12.03.2011, 22:32 Uhr
rusch
Benutzerbild von rusch

Ort: Neuzelle
Höhe: 65 m ü.NN

Mir scheint es, als ob Einige zuviel TV schauen. Bitte vertraut nicht blind den Medien (vorallem den deutschen). Viele sind weit von guter/seriöser Berichterstattung entfernt, denn hier zählen nehezu auschließlich die Einschaltquoten. Allein der gesunde Menschenverstand sollte ausreichen, das 9000km fern des Unglücks (vorallem der Krisenherde), so kurz danach, solche Aussagen grotesk sind. Es kann doch Keiner allen Ernstes der Meinung sein, kaum 1 Tag danach, die Lage Vor-Ort besser einschätzen zu wollen als die dortigen Kräfte. Und solche Absurden Theorien kurz danch, geben viel mehr zum denken (bzgl. der Seriösität gewisser Medien). Ohnehin weiß kaum einer Vor-Ort wie schwer jedes einzelne Gebiet betroffen ist, geschweige wie es in kaum zugänglichen Gebieten aussieht. Von Details ist man weit entfernt.

Daher appeliere ich an Alle, nicht blind solchen Aussagen zu trauen oder gar sich Vorurteile/Verallgemeinerungen der Medien anzueignen.

Und das eine Regierung viele Menschen von stärker gefährdeten Küstegebiete ins Landesinnere bringt, ist im Allgemeinen die bessere Wahl!

MfG

12.03.2011, 23:08 Uhr
Daniel P.


Ort: Remscheid Lennep
Höhe: 350 m ü.NN

Soeben wurde in Pro7 Berichtet das in einem weiteren Atomklraftwerk eine Kernschmelze eingesetzt haben soll.
Es wurde auch berichtet das es noch ein schweres Erdbeben in den nächsten Tagen in deiser Region geben soll.
13.03.2011, 14:39 Uhr
weilheimvp


Ort: Weilheim i. OB.
Höhe: 571 m ü.NN

So nun ist Reaktor Nr. 3 in die Luft geflogen!
Reaktor Nr. 2 wird folgen, sowie die anderen vermutlich auch!

Logisch eigentlich! Woher bitte sollen die den Strom für die Pumpen nehmen? Battereien?? Tja diese erstmal dort hin bekommen!

Das ganze ist in meinen Augen längst ein Supergau! Die Regierung dort möchte nur erreichen dass die Bevölkerung nicht in Panik kommt! Doch das ganze ist längst der Fall!

Gruß
Alex
14.03.2011, 09:21 Uhr
Guido Richter
Themenstarter
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Ort: Seelitz OT Zschaagwitz
Höhe: 270 m ü.NN

Super-Gau hin oder her, von höchster Bedeutung ist jetzt, ob der Kühlwasserspiegel in den Reaktoren gehalten werden können - immerhin hat man nun 2 Reaktoren aufzufüllen (dauert Tage) und ein paar andere weiter effektiv zu kühlen.

Da es in 2 Reaktoren bereits zu Wasserstoffexplosionen kam, kann man mit großer Sicherheit von einer partiellen Kernschmelze ausgehen. Sollte die Kühlung nun weiter absinken, z.B. durch Stromausfall, Pumpversagen, Erdbeben, Tsunami, dann kann es zu einer vollständigen Kernschmelze kommen, was v.A. beim Reaktor 3 fatale Folgen auf Grund der verwandten Materialien hätte.

Fazit: Japan steht kurz vor der letzten Eskalationsstufe in Bezug auf die atomare Notsituation. Weitere Reaktoren könnten folgen und die Negativspirale weiter hineindrehen. Zudem ändert sich demnächst kurz die Windrichtung, sodass Radioaktivität ins Landesinnere gelangt.
Die jetzt teilgeschmolzenen Reaktorkerne werden für mehrere Jahrzehnte nicht nutzbar und unbegehbar bleiben, wobei ziemlich sicher ist, was im Inneren passiert. Aus Erfahrung sind auch alle anderen, nur leicht gestörten Reaktoren für Jahre nicht nutzbar.

Auch wenn ich ungern auf den fanatischen Anti-Atom-Zug aufspringe - aber die Ereignisse in Japan zeigen einmal mehr deutlich, dass in Sachen Energietechnik etwas passieren muss - die Alternativen stehen ja bereit. Und ich möchte persönlich kein AKW neben mir haben, wenn mich jemand fragen würde.
14.03.2011, 10:01 Uhr
Guido Richter
Themenstarter
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Ort: Seelitz OT Zschaagwitz
Höhe: 270 m ü.NN

Fukushima/Japan - Wir haben die heutigen Windverhältnisse auf eine vermutete radioaktive Wolke angewandt. Demnach - und das entspricht auch den offiziellen Messungen, hat die japanische Ostküste heute einiges abgekommen - Tokio inklusive (wenn auch nur schwache Dosen). Derzeit dreht sich der Wind nun erneut zum Meer hin, sodass die Strahlung nicht mehr direkt ins Landesinnere verweht wird. Im weiteren Verlauf bleibt der Wind meist unproblematisch, wobei es binnen der kommenden Tage immerwieder kurze Phasen mit landeinwärts wehendem Wind geben kann.

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15.03.2011, 21:33 Uhr

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